Zurück
Interview: Monumenta

Mit dem Kunstfestival Monumenta haben Niklas Jedowski, Denis Leo Hegic, Jan Fiedler, Sabrina Markutzyk und Dorian Mazurek im vergangenen Herbst die Pittlerwerke in Leipzig-Wahren zu neuem Leben erweckt und mit ihrem Street Art trifft zeitgenössische Kunst trifft Performances trifft Party Konzept Leipzigs Kunstszene etwas ganz Besonderes hinzugefügt. Aber nicht nur für die Leipziger auch für die Organisatoren war die Monumenta etwas Neues. Wir haben mit ihnen über ihre Erfahrungen gesprochen: 

Rückblickend: Wie lief das Projekt Monumenta?

Niklas: Es war ein super erfolgreiches Projekt und ein sehr intensives, mit allen Emotionen. Ich glaube wir haben es geschafft tausende Leute näher an die Kunst zu bringen und auch die Kunst selbst wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Durch unser Projekt ist dieses eigentlich leere Gebäude mit ganz viel Emotionen gefüllt worden und das auf ganz vielen Ebenen. Das haben wir durch die Kunst transportiert, aber auch durch die Clubs am Abend.

Dorian: Wir sind auf ein Gelände gekommen, für das eigentlich eine Nutzungsuntersagung vorlag. Viele unsere Ideen mussten erst hier an diesen Ort angepasst werden und das hat das Projekt auch weiterentwickelt. Mir war am Anfang nicht bewusst, wieviel Geschichte in diesem Ort steckt, dunkle wie auch helle. Umso interessanter war es an so einem Ort Kunst und Kultur einer breiten Masse zugänglich zu machen. Es waren auch nicht nur die Kunstinteressierten oder die Partypeople, die gab es auch, aber es war eher die breite Masse, die hier war. Die Leute kamen aus der ganzen Republik zur Monumenta. Wir hatten über 15.000 Besucher und ich denke es spricht für die Qualität dessen was wir herausgebracht haben, dass wir damit so unterschiedliche Leute abgeholt haben.

Wie ist die Idee für die Monumenta entstanden?

Dorian: Wir wollten nicht nur wieder eine weitere sinnlose Kunstausstellung schaffen. Wir hatten was zu sagen. Durch die Ausstellungen haben wir die Frage aufgeworfen: In was für einer Zeit leben wir eigentlich und was möchten wir sagen? Es herrscht gerade eine große Unzufriedenheit in der Welt, auch politisch sieht es gerade nicht so rosig aus. Wir wollten, dass die Künstler das zum Ausdruck bringen können und zum Nachdenken anregen. Wir wollten nicht eine Kunstidee feiern, sondern viele verschiedene Positionen zeigen. Das Hauptausstellungswerk war deshalb auch das Monument of Many, bei dem wir hundert verschiedenen Künstlern mit einem Gasbetonblock dieselbe Ausgangsform gegeben haben und jeder seine Vision verwirklichen konnte.

Wie war das Feedback der Künstler?

Sabrina: Wir hatten hier Freiraum und wollten gemeinsam etwas Neues und Spannendes schaffen. Ich glaube, mit dieser Idee konnten wir viele Künstler anstecken. Wir wussten bis zum Schluss nicht wie das alles zusammen aussehen wird, wird hatten zwar das Konzept, aber die Kunstwerke dann alle zusammen zu sehen hat eine gewisse Magie geschaffen, die wir uns vorher nur schwer vorstellen konnten.

Was waren eure persönlichen Highlights? Gab es den Moment, an dem ihr gemerkt habt, dass sich das alles gelohnt hat?

Dorian: Ich weiß meinen noch ganz genau. Das war auf der Closing-Party als Daniel Cooper gespielt hat. Der Laden war voll und die Stimmung ausgelassen, den Tag über war eine coole Ausstellung. Ich hab durch den Raum geguckt und alle hatten Spaß. Da dachte ich, dass die Leute verstanden haben, was wir hier machen wollten. Da ist für einen kurzen Moment die Zeit stehen geblieben. 

Niklas: Es gab gewisse Meilensteine. Wie zum Beispiel das Gelände zum ersten Mal zu sehen. Auch als die Kunst hier mit LKWs ankam und die Hallen sich in etwas Neues verwandelt haben, das alte und staubige verschwand und die Kunstausstellung entstanden ist. 

Denis: Mich hat die Basketball-Installation Play with Arts begeistert. Es war schön zu sehen wie auch Kinder ihre selbstbemalten Bälle in die Körbe geworfen haben und sohre erste Interaktion mit Kunst hatten.

Gibt es konkrete Pläne für die nächste Monumenta?

Dorian: Wir sind alle total verknallt in Leipzig. Konkrete Pläne gibt es zwar noch nicht, aber der Wunsch und die Idee das Projekt Monumenta weiterzuführen sind auf jeden Fall da.

Monumenta
Instagram

Mode
Diana von Leipzig: Fashionshow
Mode
Diana von Leipzig: Fashionshow
Mode
Diana von Leipzig: Fashionshow