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Juni 2019
Sophie van Tastique x Max von Panik Pop

Hört man ständig Melodien im Kopf, wenn man ein Album produziert und was hat eigentlich Döner damit zu tun? All das finden wir jetzt gemeinsam mit Max raus. Max, 28 Jahre jung, Leipziger, Musiker, Dönerfetischist- und Liebhaber, Panik Popper und hat einen Mops.

Sophie: Einen wunderschönen guten Abend, Max. Ich habe von Carsten (dein Labelkumpel) gehört, dass du dein erstes Album rausbringst. Coole Sache. Aber wie kam es dazu? Liegt man abends auf der Couch beim Netflixen und denkt sich: Ach, so ein eigenes Album wäre eigentlich ganz nett oder wie genau?

Max: Hey Sophie. Naja, ich habe mich lang gegen die Begrifflichkeit „Album“ zur Wehr gesetzt. Irgendwie verbinde ich das Wort „Album“ immer mit einer Art von Vollkommenheit, etwas an dem man nichts mehr verändern möchte, ein Ding was einfach perfekt ist. Im Oktober 2018 habe ich dann festgestellt, dass ich über die Monate doch echt viel Material und Songskizzen gebastelt habe. Wie so oft konnte ich mich nicht entscheiden, welche Songs ich, welchem Label anbieten könnte und dann kam mir der Gedanke, alle Werke zu kombinieren und einen Longplayer zu machen. Außerdem hatte ich schon immer den Traum, eines Tages eine CD mit eigenem Cover zu releasen. Dank meinem Kumpel und Label Bozzy Carsten, habe ich nun die Gelegenheit dazu. Dafür bin ich echt dankbar. 

Sophie: Klingt ginvoll. Was inspiriert dich zu deinen Tracks?

Max: Da gibt es gefühlt 1000 Sachen, die ich erzählen könnte (lacht). Ich habe super viel Inspiration aus anderen Werken, von anderen Künstlern gesammelt (Joachim Pastor, Jan Blomqvist oder auch Schiller). Da ich musikalisch ziemlich breit gefächert bin, fließen da auch verschiedene Genre ineinander. Zum Beispiel im Song „Still“ feat. Nusja- habe ich mich viel von David August leiten lassen. Eines Tages lief ich durch den Wald, hatte seinen Sound im Ohr und dachte mir so „Ey was für ein genialer Scheiß, sowas möchte ich auch mal machen“. Aber hey, klar spielen auch mal alltägliche Momente oder Gefühle eine Rolle. Die ersten drei Akkorde und die Grundidee für den Song „Faith“ hatte ich in Griechenland. Ich lag am Pool und habe so eine Melodie im Kopf gehabt, kurze Zeit später dann das komplette Arrangement. Aber auch beim Sport oder im Auto lasse ich mich super gern inspirieren (bis mich dann ein anderer Fahrer anhupt, weil ich die Ampelphase vercheckt habe). 

Sophie: Wie hast du das Album produziert? Hast du Tipps für Kreative, die auch mal ein eigenes Album machen möchten?

Max: In erster Linie habe ich das gemacht worauf ich Lust hatte. Trotzdem musste ich mich an gewisse Richtlinien halten bzw. wollte ich das. Ich arbeite super gern mit Vocals und habe daher aufgepasst, dass es nicht zu viel wird. Weiter sollte das Album auch „hörbar“ sein. Sprich, es musste auch ein Track her, der auch etwas massentauglich, aber nicht zu kommerziell ist – trägt den Titel „Iras“. Ich wollte definitiv kein Deutsch-House und damit auch kein deutsches Vocal auf der Platte haben! Das war mir sehr wichtig. 

Tipps für kreative Köpfe habe ich eigentlich nicht. Wer ein bisschen Fantasie und Schaffenskraft besitzt, hat schon eine gute Basis. Allerdings habe ich Tipps für Unkreative. Für Menschen die genau wie ich, auch mal an Songs scheitern und keine Lust auf den Rest der Welt haben und vielleicht auch im Selbstzweifel versinken.

Regel Nummer 1: Erstmal richtig laut fluchen (am besten so fäkal wie möglich), dann das Projekt löschen, einen Döner essen gehen und einfach wieder von vorn beginnen.

Regel Nummer 2 (für musikaffine Menschen): Schmeiß auf jede Melodie oder Sample ein Hall und einen Delay danach verändert sich die Welt!

Nein, Spaß. Am Ende sollte man einfach das machen, auf was man Lust hat. Aber bitte trotzdem den Fokus nicht verlieren. 

Sophie: Was war das schönste und was war das schlimmste, was während der Produktion des Albums passiert ist?

Max: Schlimm ist relativ, würde ich sagen. In zwei Songs hatte ich extreme Probleme den richtigen Groove und die eigentliche Basis zu finden. Ich hatte eine Idee und konnte bzw. wusste nicht, wie ich diese auf Papier bringen kann. Ich habe kein Instrument spielen gelernt, eher so ein wenig autodidaktisch und muss mich daher immer auf mein Gehör und mein Harmoniegefühl verlassen. Manchmal ist das schon richtig nervig.

Das Schönste wiederum ist, wenn es irgendwie alles tonal zusammen passt und ein Song entstanden ist. 

Sophie: Wieviele Döner hat es gedauert bis das Album fertig war?

 Max: Ey, frag lieber nicht… (haut sich auf den Oberschenkel und lacht)

Sophie: Bist du mit allem 100% zufrieden? Oder ist das so ein typisches Künstlerding, dass man nie zufrieden ist?

Max: Um ehrlich zu sein, werde ich mich immer mal fragen, warum ich das ein oder andere nicht anders gemacht habe. Aber im Großen und Ganzen passt es!

Sophie: Tourst du jetzt mit deinem Album durch alle Clubs? Wo können wir dich demnächst hören?

Max: Jaja, durch alle Clubs, ist klar… (lacht mich aus). Jetzt steht ja erstmal die Open Air Saison an. Ich freue mich auf jeden Fall auf ein paar coole Festivals wie „Zurück zu den Wurzeln“ oder „Pigmentstörung“.

Sophie: Summst du oft vor dich hin oder hast Melodien im Kopf, die du dann schnell zu Papier bringen musst bzw. in den Laptop?

Max: Na klaro! 

Sophie: Und zum Schluss die wichtigste Frage: Du könntest wählen: 2500 Euro in bar oder Alkohol im Wert von 5000 Euro. Was nimmst du?

Max: Ehrlich gesagt, weder noch! Irgendwie bin ich gerade zufrieden mit dem, was ich habe. 

Sophie: Na gut, dann nehme ich eben den Alkohol. 

PANIK POP
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by SOPHIE VAN TASTIQUE

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